Soziale (Ungleich-)Verteilung von Umweltbelastungen

Gesundheitliche Belastungen als Folge von Umweltproblemen sind in Deutschland ungleich verteilt. Studien weisen darauf hin, dass der soziale Status mit darüber entscheidet, ob und in welchem Umfang Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch Umweltschadstoffe belastet sind. Sozioökonomische Faktoren wie Bildung und Einkommen, aber auch ein Migrationshintergrund und das soziale Umfeld beeinflussen die Wohnbedingungen, Lebensstile, die verfügbaren Ressourcen sowie die damit verbundenen Gesundheitsrisiken.

In den meisten Studien zeigt sich bei Menschen mit niedrigem Sozialstatus eine Tendenz zur stärkeren Belastung durch negative Umwelteinflüsse. Sie sind vor allem häufiger von verkehrsbedingten Gesundheitsbelastungen wie Lärm und Luftschadstoffen betroffen und haben weniger Zugang zu städtischen Grünflächen. Sie verfügen über geringere Bewegungs- und Erholungsmöglichkeiten (vgl. Umweltbundesamt).

Auch räumlich gesehen manifestiert sich die soziale Ungleichheit innerhalb der Städte und führt zu bevorzugten und benachteiligten Quartieren. BewohnerInnen mit geringer Qualifikation und unterdurchschnittlichem Einkommen leben häufiger in Quartieren mit vernachlässigten Gebäudebeständen und schlechter Infrastruktur. Besserverdienende wandern aus jenen Quartieren ab. Benachteiligte Quartiere sind oftmals dadurch gekennzeichnet, dass sie aufgrund des hohen Verdichtungsgrades besonders anfällig für die Folgen des Klimawandels sind. Das Projekt konzentriert sich deswegen auf benachteiligte Quartiere und versucht dieser Ungleichverteilung entgegenzuwirken.

DBU - unser Projektpartner

Projektstart Nachhaltigkeit nimmt Quartier

Unter dem Namen "Nachhaltigkeit nimmt Quartier" werden in der Zeit bis Dezember 2018 Nachhaltigkeitsprojekte in Stadt-quartieren im Ruhrgebiet angestoßen.
Pilotkommunen sind Herne mit dem Stadtquartier Wanne-Süd, Bochum mit einem Quartier im Stadtteil Hamme sowie Castrop-Rauxel mit dem Viertel Merklinde.
Das Projekt wird gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Gemeinsam. Gestalten. Vor Ort.

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